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11 Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV)

Nährwertdeklaration

Diese Angabe ist ab 13. Dezember 2016 verpflichtend. Die Nährwertangaben müssen ab diesem Datum nicht nur im stationären Handel für den Kunden sichtbar sein, sondern auch online einsehbar, damit hier kein Nachteil für Online-Kunden entsteht.

Die Nährwertangaben zu einem Lebensmittel müssen in einer vorgegebenen Form angegeben werden.

Dabei müssen Angaben zu

  • Brennwert in kcal und kJ
  • Fett
    • davon: gesättigten Fettsäuren
  • Kohlenhydraten
    • davon: Zucker
  • Eiweiß und
  • Salz

jeweils in Gramm (g) vorgenommen werden.

Wir empfehlen Ihnen die Angaben in einer Tabelle in der Produktbeschreibung zu hinterlegen.
Sie können auch die Nährwerttabelle als Bild hochladen, dabei muss das Bild allerdings direkt sichtbar sein, beispielsweise als zweites Bild (allerdings ist diese Variante nicht barrierefrei)

Die Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) trat am 12.12.2011 in Kraft und gilt nun seit dem 13.12.2014.
Es sind umfassende Informations- und Deklarationspflichten bei Herstellung und Vertrieb von Lebensmittel erforderlich.
(Die Bestimmungen über die Nährwertdeklaration gelten ab dem 12.12.2016.)

Zusätzlich zu den bereits bisher notwendigen Informationen muss in Zukunft auch der Online-Händler weitere Daten bereitstellen.
Informationen finden Sie z.B. unter http://www.lmiv-services.de
Rechtliche Grundlage: Verordnung (EU) Nr. 1169/2011

Die Angaben nach der LMIV müssen seit dem 13.12.2014 in Ihrem Online-Shop bei Lebensmittel angegeben werden.
Dazu hinterlegen Sie diese Informationen in der Produktbeschreibung.

Was muss angegeben werden und wo

Die Informationen, die angegeben werden müssen, finden Sie in der untenstehenden Auflistung und auf der Website vom http://lmiv-services.de sowie im Artikel von shopbetreiber-blog.de.

Die Deklarationen und Informationen schreiben Sie in die Produktbeschreibung.
Die geforderten Angaben, die Sie vom Hersteller erhalten, müssen hier angegeben werden.

Die angezeigten Produktdaten müssen identisch zu den Angaben sein, die der Kunde auf dem Etikett des physischen Produkts findet.

Lebensmittelbezeichnung

Geben Sie die rechtlich vorgeschriebene Lebensmittelbezeichnung an. Wenn diese nicht existiert, geben Sie die für das Produkt übliche Bezeichnung an.
Bei einer Schokolade muss Schokolade genannt werden, bei Kaffee muss Kaffee dabei stehen.

Zutatenliste

Die Zutatenliste muss mit der Überschrift Zutaten (oder Zutaten enthaltend) überschrieben sein. Wie bisher auch, müssen die Zutaten gemäß ihres Gesamtgewichts aufgeführt werden. Ausnahmen siehe Art. 19 der VO. Die Zutatenliste kann auch über einen mit Zutatenliste gekennzeichneten Link angerufen werden. Siehe Artikel IT Recht Kanzlei

Allergieerzeugende Stoffe

Hierzu zählen Stoffe und Erzeugnisse, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können. Diese sind in Anhang II zu finden.
Die allergenen Stoffe müssen hervorgehoben werden (z.B. durch Fettschrift). Infos bei IT Recht Kanzlei, abgerufen am 11.12.2014

Menge bestimmter Zutaten oder Klassen von Zutaten

Werden die Zutaten (oder Zutatenklasse) im Namen des Produkts genannt, müssen die Mengen angegeben werden. Dazu gehört die Nennung durch Wort, Bild oder grafischer Art.

Nettofüllmenge

Geben Sie die Füllmenge in Volumeneinheiten bei Flüssigkeiten und Gewichtseinheiten bei allen anderen Produkten an.

Aufbewahrung bzw. Verwendung

Sind besondere Anweisungen zur Aufbewahrung oder Verwendunng (Verzehrzeitraum) anzugeben, dann müssen diese angegeben werden.

Name und Anschrift des Lebensmittelunternehmers

Geben Sie die Daten des Lebensmittelunternehmers an, in dessen Namen das Produkt vermarktet wird.
Achten Sie darauf, dass die komplette Anschrift des Unternehmens angegeben werden muss inklusive korrekter Firmenbezeichnung!

Ursprungsland oder Herkunftsort

Art. 26 der VO regelt, wann Sie Angaben über Herkunftsort und Ursprungsland hinterlegen müssen.

Gebrauchsanleitung

Wenn die Verwendung des Produkts erklärungsbedürftig ist, muss die Anleitung verständlich für de Verbraucher abgefasst sein.

Alkoholische Getränken

Bei alkoholischen Getränken ab 1,2 Volumenprozent Alkohol, muss der Alkoholgehalt angegeben werden. Eventuelle anderweitige Vorschriften bleiben davon unberührt.

Bei Weinen müssen Sie keine Zutatenliste angeben, aber darauf hinweisen, dass das Produkt Sulfite enthält (Enthält Sulfite!).

Mindesthaltbarkeitsdatum oder das Verbrauchsdatum

Diese Angabe muss nicht im Online-Shop angegeben werden.

Sie können das MHD freiwillig angeben. Hier sollten Sie Hinweise verwenden wie „Dieses Produkt ist mind. noch drei Monate ab Bestellung haltbar“. Ein konkretes MHD muss nicht genannt werden. Ein MHD geben Sie aber bitte als Kundenservice bei Waren an, die das MHD unter 3 Monaten erreichen.

Bitte vergessen Sie nicht, die Deklarationen und Informationen bei den entsprechenden Produkten rechtzeitig vorzunehmen, damit Sie sich vor eventuellen Abmahnungen und Haftungsansprüchen schützen können.

Die EU-Verordnung gibt es bereits seit 2011 und die Übergangsfrist endet zum 13.12.2014.

Beachten Sie bitte, dass die LMIV auf andere Rechtsvorschriften zurückgreift, wie z.B. die Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung (NemV) oder Diät-Verordnung (DiätV).

Rechtliche Grundlagen und weitere Informationen