Benutzer-Werkzeuge


Navigation

12 MwSt auf digitale Güter bei Verkauf in die EU

Um was es bei der Neuregelung geht

Kunde kauft im Online-Shop ein. Bestellt bei einem EU-Händler einen Download-Artikel.

Bisher:
Die Umsatzsteuer für den Verkauf führt der Händler in dem Land mit seinem Firmensitz ab.

Ab dem 1.1.2015:
Kauft ein Kunde ein digitales Gut oder nimmt eine digitale Dienstleistung in Anspruch, wird die Umsatzsteuer für diesen Kauf nicht mehr im Herkunftsland des Händlers fällig, sondern im Herkunftsland des Käufers.

Es geht also um die Neuregelung der Besteuerung von digitalen Gütern wie eBooks, Musik, Software etc., die über den Versandweg Internet zum Kunden gelangen (Download, Email).
Ebenso sind Dienstleistungen wie Website-Hosting, Online-Marktplatzgebühren betroffen.

Die Neuregelung ist im Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften enthalten.

Welche Bereiche betroffen sind

Wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen anbieten und diese über Telekommunikations-, Rundfunk-, Fernseh- oder auf elektronischem Weg an private Kunden innerhalb der Europäischen Union verkaufen, wird in Zukunft die Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) im Land abgeführt, in dem der Kunde wohnt. Bisher musste der Händler das nur im eigenen Land tun.

Also:
Wenn Sie Anbieter von Musik, e-Books, Apps und Filmen zum Download im Internet sind, müssen Sie diese Regelung befolgen und in Ihrer Buchhaltung umsetzen.

Wie man die Steuern abführt

Grundsätzlich müssen Sie in diesem Fall die Steuer in dem Land abführen, in dem der Kunde wohnt.

Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, gibt es das „Mini-One-Stop-Shop“-Verfahren (MOSS). Diese Verfahrenserleichterung gilt ab 1. Januar 2015 in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Damit können Sie ab 2015 die abzuführenden Umsatzsteuern zentral entrichten.

Mini-One-Stop-Shop für Deutschland

Die Teilnahme an der Sonderregelung können deutsche Unternehmer auf elektronischem Weg beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen. Dies ist ab dem 1. Oktober 2014 mit Wirkung zum 1. Januar 2015 möglich und gilt einheitlich für alle Staaten der EU. Für Anträge deutscher Unternehmer stellt das Bundeszentralamt für Steuern ein Online-Portal zur Verfügung.

Informationen erhalten Sie auf der Webseite des BMF zum MOSS-Verfahren / BZSt - FAQ-Seite.

Für die Registrierung steht im BZStOnline-Portal unter der Rubrik „Dienste“ eine Registrierungsanzeige zur Verfügung.

Mini-One-Stop-Shop für Österreich

Informationen erhalten Sie auf der Webseite des BMF zum MOSS-Verfahren.

Was bei Rakuten eingestellt werden muss

Sie weisen den entsprechenden Artikeln eine Versandgruppe mit dem <font 10pt/arial;;#bf0000;;#ffffff>Versandweg „Digitale Güter“</font> zu.
Damit erkennt das System, dass es sich um ein digitales Gut handelt.



Was Sie beim Verkauf von digitalen Gütern ins Ausland tun müssen

Beim Verkauf von digitalen Gütern in ein anderes EU-Land wird <font 10pt/arial;;#bf0000;;#ffffff>keine</font> Rechnung durch Rakuten erstellt.

Sie müssen in diesem Fall selbst die Endkunden-Rechnung erstellen. Sie werden hierüber mit den relevanten Daten per Email informiert.
Diese Email dient Ihnen auch als Nachweis für die Finanzbehörden.

Lesetipps